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  • WB Erweiterung BG/BRG Schwechat
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WB Erweiterung BG/BRG Schwechat

Der „schwebende Garten“ als Verbindung zwischen Alt und Neu - ein Brückenschlag

Architektonisches Konzept

Der Entwurf greift das Thema des „Brückenbauwerkes“ auf. Die Brücke nicht nur als Funktion, sondern auch als Gebäude und vor allem als verbindende Freifläche. Die leichte, schwebende Architektur des Brückenbauwerkes ermöglicht es großflächig an die massive Bausubstanz des Bestandes anzuschließen. Das architektonisch stärkste Element des Brückenbauwerkes ist die mäanderartige Pergolakonstruktion, die das Gebäude und die Freiflächen am Dach gleichsam umhüllt. Die mit Pflanzen bewachsene Stahlkonstruktion bietet Schutz vor Sonne und Wind und ist zugleich Absturzsicherung für den schwebenden Schulhof. Die gesamten Flachdächer des Neubaues sind als Aufenthaltsflächen konzipiert, Sie ermöglicht den Pausenaufenthalt im Freien, aber auch sportliche Aktivitäten wie eine  Kurzsprintbahn und einen Basketballplatz.

Städtebauliche Aspekte / Umsetzung Raumprogramm

Um das geforderte Raumprogramm unterbringen zu können wird ein Dachausbau des Bestandes sowie ein Neubau auf Bauplatz 2 vorgeschlagen. Der Neubau ist mit einem Brückenbauwerk an den Bestand angebunden. Bauplatz 3 bleibt den Freisportanlagen sowie den Fahrradabstellplätzen vorbehalten. Auf dem Vorbereich des Bestandsgebäudes werden ein großzügiger Vorplatz sowie die
neuen Kfz-Abstellplätze situiert.

Umbau Bestandsgebäude

Die Eingriffe im Bestandsgebäude sollen so gering wie möglich ausfallen und dienen in erster Linie der Rückführung auf das ursprüngliche Grundrisskonzept sowie der funktionellen Bereinigung. Lediglich die Veränderung des Eingangsbereiches (Abbruch des bestehenden Eingangsgebäudes und Schaffung einer neuen Eingangshalle) stellt einen größeren Eingriff in die Bestandssubstanz dar.

1. Ausbau Dachgeschoss

Erschlossen wird das Dachgeschoss über die zwei vorhandenen Stiegenhäuser an der NW-Fassade. Im Dachgeschoss werden 6 neue Unterrichtsräume sowie die Nachmittagsbetreuung untergebracht. Die Kubatur des Dachstuhls wird nach außen hin nicht verändert, lediglich werden Dachflächenfenster zur Belichtung der Klassenräume vorgeschlagen. Im Inneren der Dachlandschaft werden die Dachflächen nach oben gekippt. So entsteht ein innenliegender Hof der zur Belichtung dient und als Freifläche für die Nachmittagsbetreuung genutzt werden kann.

1.1 Technische Beschreibung Dachausbau

Über den zur Strasse hin orientierten Bauteil wird eine neue Decke eingezogen. Für den restlichen Dachbodenausbau wird von einer ausreichend tragfähigen Decken-, Wand- und Fundamentkonstruktion des Bestandes ausgegangen. Der gesamte Dachbodenausbau erfolgt in Leichtbauweise. Das Dachgeschoss wird über die Verlängerung des bestehenden Liftes behindertengerecht erschlossen. Der bestehende Niveauunterschied von ca. 1,20 m wird mit einem Treppenlift überwunden. Das Dachgeschoss wird in 3 Brandabschnitte unterteilt. Die Größe der bestehenden Fluchtstiegenhäuser sind mehr als ausreichend.

2. Neubau

Der Neubau auf Bauplatz 2 wird über ein Brückenbauwerk an den Bestand angebunden. Die Zweifachturnhalle mit dazugehörigen Nebenzonen wird im 1. bzw. 2. Untergeschoss untergebracht. Ein eigenes Stiegenhaus gewährleistet die Fluchtmöglichkeit aus den Turnhallen. Belichtet wird die Zweifachturnhalle über Oberlichtbänder und einen Lichthof. Die Zweifachturnhalle mit eigener Tribüne kann für diverse schulische Großveranstaltungen genutzt werden. Durch einen separaten Zugang der Garderobenbereiche können die Turnhallen außerhalb des Schulbetriebes von Externen genutzt werden. Im Erdgeschoss des Neubaus sind 6 Klassen, 1 EDV-Raum, die Bibliothek sowie die 2 neuen Biologieräume mit Biologiesammlung untergebracht. Das Brückenbauwerk mit seiner zentralen Lage zw. Bestand und Neubau beherbergt die Funktionen der gesamten Schulverwaltung.

2.1 Dachlandschaft als Freiflächen

Die Flachdächer des Brückenbauwerks und des Erdgeschosses werden als Freiflächen gestaltet. Weiters sind auf den Dächern noch eine 60 m Sprintstrecke und ein Basketballplatz untergebracht. Die beiden Ebenen sind über großzügige Außentreppen miteinander verbunden. Eine bewachsene Pergolastruktur über dem Brückenbauwerk dient als raumbildender Schattenspender im Freibereich.

2.2 Technische Beschreibung Neubau

Das Brückenbauwerk ist als Stahlkonstruktion konzipiert, der Rest des Neubaus in Massivbauweise. Die Unterrichtsräume werden über durchgehende Fensterbänder mit Parapet belichtet. Innenliegende Gang bzw. Pausenflächen werden über Oberlichter belichtet. Die raumhohen Verglasungen des Brückenbauwerks werden mittels einer außenliegenden Lamellenkonstruktion beschattet. Der Neubau stellt haustechnisch eine autarke Einheit dar. Erdgeschoss und Brückenbauwerk sind in jeweils 2 Brandabschnitte mit ausreichenden Fluchtmöglichkeiten unterteilt. Der gesamte Neubau entspricht den heute allgemein üblichen Ausführungsstandard im Schulbau.

Ort

Schwechat

Typ
Bildung und Kultur
Wettbewerb

2.Platz

Abbildungen

balloon architekten ZT-OG