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  • WB Evangelisches Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum Toleranzbethaus Fresach
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WB Evangelisches Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum Toleranzbethaus Fresach

Städtebaulicher Leitgedanke / Architektonisches Konzept
Grundintension des Entwurfs ist es, die Bestandsgebäude von Kirche, altem Bethaus, altem Pfarrhaus und Aufbahrungshalle sowie den Kirchplatz und den Museumshof zu einem stärkeren Gesamtensemble auszuformulieren. Der Neubau ist auf der Ebene des Museumshofs angesiedelt und erstreckt sich als teilweise unterirdischer Baukörper bis hin zum nördlichen Ende des Kirchplatzes. Die überhöhte Kubatur von Wechselausstellungs- und Veranstaltungsraum wird auf Ebene des Kirchplatzes zum Gebäude und ergänzt somit räumlich das Gesamtensemble.

Im Kreuzungspunkt der Haupterschließungswege (Verbindung Parkplatz und Kirchplatz bzw. Verbindung Pfarrheim und altes Bethaus) verbindet eine großzügige Freitreppe die beiden Ebenen von Kirchplatz und Museumshof. Diese Treppenanlage bildet einen sanften Übergang der beiden Ebenen und verstärkt somit ebenfalls den Charakter eines Gesamtensembles.

Um das im jetzigen Zustand solitär wirkende Bestandsgebäude der Aufbahrungshalle ins Ensemble zu integrieren, wird dieses mit einem leichten Dach quasi ‚eingefangen’, welches den Kirchplatz gegen Nord-Osten hin begrenzt. Der stilistische ‚Fremdkörper’ des Bestandsdaches der Aufbahrungshalle wird abgetragen und das Volumen des Aufbahrungsraumes deutlich über das Niveau des Flugdaches angehoben. Die Bedeutung der Aufbahrungshalle im Gesamtgefüge ist somit über die Kubatur klar ablesbar. Die Vorbereiche zur Aufbahrungshalle werden unterhalb des Flugdaches mittels einer engmaschigen schmiedeeisernen Gitterstruktur geschlossen und bilden somit eine halbschattige Vorzone, als angemessenes Entré zur Aufbahrungshalle.

Die Oberlichter des Neubaus erscheinen als halbhohe Kuben auf dem Kirchplatz und haben somit ebenfalls raumbildende Wirkung. Das weit auskragende Dach von Wechselausstellung und Veranstaltungsraum bietet Schutz vor Sonne und Regen und lädt die Kirchgänger sowie die Besucher der Landesausstellung als überdachter Freibereich zum Verweilen ein.

Erschließung und Außenanlagen
Der Kirchplatz ist verkehrstechnisch über die großzügige Öffnung an der Nord-Ost-Ecke angebunden. Die Decke der Permanentausstellung ist befahrbar ausgebildet, somit können Fahrzeuge auf den Kirchplatz bzw. zur Aufbahrungshalle gelangen. Unter dem nördlichen Flugdach befinden sich neben der Fluchtwegstreppe auch ein eingehauster Nebenzonenbereich mit Lagerfunktion bzw. Müllraum. Der Museumshof ist behindertengerecht über das Bestandstor mit neuer Rampenanlage an der Nord-Ost-Ecke angebunden. Der Kirchplatz ist gepflastert angedacht, der Museumshof wird in weitgehend bekiester Ausführung vorgeschlagen, lediglich die Gehwege bzw. der Gastro-Freibereich sind befestigt. Der Baumbestand des Museumshofes bleibt unangetastet.

Neubau
Das zentrale Foyer auf Ebene des Museumshofes beherbergt die Funktionen von Kassa, Shop und Café und kann im Sommer mittels verschiebbarer Glaselemente großzügig zum Hof hin geöffnetwerden ("Gastro-Freibereich" unter den Bestandsbäumen). Alle weiteren Funktionen sind ringförmig um das Zentralfoyer angeordnet, dies ermöglicht den weitgehenden Verzicht auf Erschließungszonen. Die Ebene der Permanent-Ausstellung ist um ca. 1,20m abgesenkt und hat somit die geforderte Raumhöhe von 4m.

Zur behindertengerechten Erschließung dieses Bereiches wird ein Treppenlift vorgeschlagen. Die beiden Oberlichter der Permanentausstellung gewährleisten eine natürliche Grundbelichtung und tauchen den Raum so in eine sanfte konzentrierte Atmosphäre. Die Bereiche von Wechselausstellung und Veranstaltungsraum werden über umlaufende Glasbänder belichtet. Die Bereiche können je nach Bedarf zusammengeschalten bzw. getrennt werden. Im zusammengeschaltenem Zustand, ergibt sich eine Gesamtfläche von ca. 165m², die über die Raumhöhe und die Belichtungssituation den Charakter eines Festsaales erreicht. Die Technik ist in Form einer eingehängten Box in dieses Volumen eingeschrieben. Die Fluchtwege sind über die nordseitige Fluchtstiege gewährleistet.

Ort

Fresach, Kärnten

Typ
Bildung und Kultur
Wettbewerb

Nachrücker

Abbildungen

balloon architekten