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Wohnbebauung Sternäckerweg II

Realisierungswettbewerb

Allgemein

Das Projekt Wohnbebauung Graz, Sternäckerweg ll ist im Süd-Osten von Graz, im Bezirk St. Peter, nahe dem Einkaufszentrum Murpark geplant. Nördlich und nord-östlich der Liegenschaft, befindet sich eine Einfamilienhaussiedlung, die in den letzten Jahren stellenweise mit verdichtetem Geschoßwohnbau aufgefüllt worden ist. Im Süden liegt ein großflächiges Gewerbegebiet und im Süd-Westen verläuft der Autobahnzubringer Graz-Ost.

Einen Teil des ersten Bauabschnittes bildet ein mäanderförmiger 2- bis 4-geschoßiger Baukörper mit 59 teils barrierefreien bzw in jedem Fall anpassbaren Wohneinheiten, der durch seine Gebäudeform 3 Höfe mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten bildet und mit einer Tiefgarage für 46 unterirdische Abstellplätze und angeschlossenen Kellerräumlichkeiten, mit zu Wohnungen zugeteilten Abteilen, teilweise unterkellert ist. 

Das Baugrundstück ist direkt vom Sternäckerweg zugänglich, nahezu eben und der Baugrund weist eine gute Tragfähigkeit und Sickerfähigkeit auf. Im Untergeschoß werden alle tragenden und raumbildenden Bauteile in Stahlbeton-Massivbauweise ausgeführt; in der Tiefgarage sind zwischen den PKW-Stellplätzen Stahlbeton-Stützen mit Unterzügen angeordnet. Die Bodenplatte ist von beiden Außenwänden der Tiefgarage zur Fahrgassenmitte hin leicht geneigt. Jene Decken der Tiefgarage, die unter den Höfen liegen, sind entsprechend dem Konzept zur Oberflächenentwässerung geneigt und entweder mit einer sickerfähigen Humus-Schicht oder einem sickerfähigen und teilweise befahrbaren Bodenaufbau überdeckt.

Die Abfahrtsrampe, die vom Erdgeschoß-Niveau im ersten der drei Höfe in die Tiefgarage führt, sowie die entsprechende Einhausung derselben, mit angeschlossenem Müll- und Fahrradabstellraum, sind in Stahlbeton-Massiv-, bzw. -Skellettbauweise geplant. Die Lüftungsschächte für die Be- und Entlüftung der Tiefgarage im Brandfall, sowie ein E-Technikraum in den Außenanlagen der Höfe sollen in Stahlbeton-Massivbauweise ausgeführt werden.

Als weiterer Bauabschnitt auf dem nahezu ebenen Grundstück sollen 98 Wohnungen sowie ein 2- gruppiger Kindergarten errichtet werden. Dem Bauabschnitt sind zwei Adressen zugewiesen. Die Kinderbetreuungseinrichtung sowie 15  2- und 3 Zi-Wohnungen und 2 4Zi-Wohnungen finden im an der Straße gelegenen 2 bis 4 geschossigen Gebäude am Baufeld B1 mit der Adresse Sternäckerweg 48 a und b Platz. Im Süden vom B1 werden in einem U-förmigen 2 bis 3 geschossigen Baukörper  25 Wohnungen untergebracht. Die restlichen 56 Wohnungen werden in einem mäanderförmigen 2- bis 4 geschossigen Baukörper auf dem Baufeld B2 mit der Adresse Sternäckerweg 50 (Stiegen abcdef) situiert. Jeder  Wohnung ist ein Freiraum in Form einer Terrasse/Garten bzw. eines Balkons zugeordnet.

Der gesamte Bauabschnitt besteht aus 8 Stiegen, die in den Obergeschossen mit einem offenen Laubengang die Wohnungen anbinden, sowie einem geschlossenen Stiegenhaus (48a) , welches die dortigen Wohnungen erschließt.

Vier Stiegenhäuser, die in den 3 und 4 geschossigen Gebäudeteilen situiert sind,. werden mit Lift versehen, und führen zu den Kellerabteilen sowie der zentral gelegenen Tiefgarage mit ca 100 PKW -Abstellplätzen. Eine weitere Stiege sowie eine Außentreppe führen direkt in die Tiefgarage.

Wohneinheiten

Die Wohneinheiten sind in Holz-Riegel und Massivholzbauweise mit Brettsperrholz geplant. Wobei die zweischaligen Wohnungstrennwände als Schoten angeordnet mit den Brettsperrholz-Massivholzdecken die Haupttragstruktur bilden und die Außenwände zur Aussteifung dienen. Beim 4-geschoßigen Baukörper sind alle Außenwände des Holzbaus als Brettsperrholz-Wände geplant, bei den 2-geschoßigen Baukörpern sollen die Außenwände in Holz-Riegelbau mit aussteifender OSB-Beplankung ausgeführt werden. Nur vereinzelte Außenwände in den 2-geschoßigen Bereichen sind, wo sie maßgebende aussteifende Funktionen übernehmen, in Brettsperrholz geplant. In jeder Wohnung gibt es noch eine tragende Zwischenwand in Brettsperrholz mit beidseitiger, jeweils doppelter GK-Beplankung. Alle übrigen Trennwände in den Wohnungen sind Metallständer-Trockenbauwände.

Durch die Zweischaligkeit der Wohnungstrennwände bilden die übereinander „gestapelten“ und nebeneinander stehenden Wohneinheiten „Türme“ die entsprechend ausgesteift sein müssen; wobei die Stahlbetonbauten durch die Situierung im Randbereich der Baukörper nicht als aussteifende Kerne dienen können. Die  Konzeption der Tragstruktur ist auf diese Besonderheit abgestimmt.

Die obersten Geschoßdecken sind in eine Seite geneigt geplant und bilden das notwendige Gefälle für die darüber liegenden Flachdach-Aufbauten. Alle Dächer der Wohngebäude sind als Warmdächer mit einer extensiv-begrünten Substratschicht von 8-15cm und Kiesstreifen in den Randbereichen vorgesehen. Die Dachentwässerung ist über außen liegende Einlaufkästen mit Fallrohren geplant, die an den hofseitigen Fassaden nach unten geführt werden und in Einlaufkästen münden. Von dort soll das Regenwasser in entsprechende Sickerschächte mit vorgelagerten Sandfiltern weitergeleitet werden.

Im Erdgeschoß befinden sich den Wohnräumen vorgelagerte Privatgärten mit Terrassen über denen sich in den oberen Geschoßen  Balkone befinden. Diese Balkone sind zum Teil als Stahl-Konstruktionen, und  zum Teil als Holz-Konstruktionen die auf Stahlbeton-Streifenfundamenten stehen und im letzten Geschoß überdacht werden konzipiert. Zur Horizontalaussteifung sollen die Balkone punktuell an die Massivholzstruktur angehängt werden.

Außenanlagen

Dem städtebaulichen Konzept folgend, bilden die C- und Mäanderförmigen Baukörper beiderseits von zentralen, die Grundstücksteile von Nord nach Süd durchquerenden Wohnstrassen unterschiedliche Hofsituationen aus, die teilweise miteinander in Verbindung stehen. Diese  mehr und weniger intimen Aussenbereiche werden durch die umgebenden Gebäude, den Wechsel der Oberflächen (Grünflächen, Schotterrasen, Drainpflaster, Asphaltflächen) die Baumbeflanzung, und den Grad der Einsehbarkeit in ihrer Wirkung und Nutzungsmöglichkeit differenziert und bieten eine Mehrzahl an Aufenthaltsqualitäten an. Unter einigen Höfen befinden sich Teile der Tiefgaragen, deren unter Terrain liegenden Dächer geneigt sind und mit einer entsprechenden Humus-Schicht überdeckt und begrünt sind.Die Oberflächenentwässerung folgt einem Konzept mit begrünten Sickermulden für das Regenwasser der Flächen im Aussenbereich und Sickerschächten für die Dachentwässerung der Gründächer. 

Ort

Graz

Status

in Bau
in Planung

Planungszeit

BA I + BA II: 2014 - 2017
BA III: 2015 - 2017

Typ
Wohnen
Hardfacts

BA I: 59WE
BA II: 98WE
BA III: 105WE
BA IV: 147WE

Bauherr

ÖWG Wohnbau

Wettbewerb

1.Preis, 2011

ARGE

balloon_Wohofsky ZT-KG
gaft&onion ZT-KG

Team

DI Thomas Kain
DI Ana Masu
DI Hubert Stöger
Roland Dorn, BSc
DI Beatrice Bednar (Landschaftsplanung)
Persoglio KG

Abbildungen

Fotos: balloon
Pläne: balloon
Visualisierungen: Atelier Frühwirth