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JKU Campus

Realisierungswettbewerb

STÄDTEBAU

Der Campus
Der Campus soll als wahrnehmbare Einheit nicht nur Arbeitsort, sondern auch Lebensraum sein, ein Ort für alle Universitätsangehörige und ein Ort, an dem auch öffentliches Leben für die breite Bevölkerung stattfindet. Als identitätsstiftende Maßnahmen werden drei Plätze errichtet bzw. revitalisiert, die mit Achsen und breiten ´Boulevards´ verbunden sind.
Äußere Erschließung
3 Plätze:
Der Platz im Süden
ist ein für die Öffentlichkeit zugänglich gedachter Platz als Schnittstelle zum öffentlichen Stadtraum von Linz. (Zugang zum Gelände von der Straßenbahnendstelle).
Der bestehende Platz wird auf Straßenniveau (262m) bzw. auf Höhe der Allee angehoben, der Campus ist dadurch bequem zu erreichen. Die bestehenden Stellplätze werden entfernt, es wird ein belebter Platz mit diversen Einrichtungen geschaffen. Die Blickachse zum Bibliotheksgebäude wird freigelegt. Eine neue Zufahrt von der Altenbergstraße im Bereich der Einfahrt Science Park entlastet den Vorplatz. Dadurch kann dieser von Fußgängern frei benutzt werden. Die Zufahrt wird unterirdisch weitergeführt. Im Bereich der derzeitigen Wiese wird ein eingeschossiges Parkdeck errichtet, um den Verkehr vom Gelände abzufangen.
Das Sportgebäude ist durch seine Lage das Pendent zum Hörsaalgebäude gegenüber dem Teich. Es bildet die bauliche Begrenzungskante zwischen dem öffentlichen Platz und dem Campusgelände. Die derzeit unbebaute Fläche südlich des Teiches soll als Sportwiese für Studierende und Lehrende(bspw. Beachvolleyball, etc.) erhalten bleiben. Anlagen wie Skaterplatz und Ballkäfige bilden ein Sport- und Freizeitangebot, welches gleichermaßen für Studierende und Leute ´von außen´ genutzt werden kann. Diese bieten außerhalb der Arbeits- und Vorlesungszeit einen idealen Ort der Begegnung.

Allee
Die Allee verbindet den öffentlichen Vorplatz mit dem Bibliotheksplatz. Diese wird befestigt (Makadam) und ermöglicht erweiterte Nutzungsmöglichkeiten. Die Nähe zum schwimmenden Café am Teich bietet Möglichkeiten für Gastgärten, diverse Freizeitaktivitäten wie Boccia.

Der Teich
bildet das Zentrum des Campus und bekommt seinen ursprünglichen Bezug zum Hörsaalgebäude
zurück. Es wird von Wildwuchs befreit, Uferkanten werden benutzbar gemacht und
Sichtbeziehungen freigelegt.

Bibliotheksvorplatz
Der Vorplatz im Süden und der Bibliotheksplatz sind durch die Allee verbunden. Die Achse der
Allee wird begrünt und zum Bibliotheksvorplatz verlängert. Die Aufstockung der Bibliothek
verstärkt die Platzwirkung.

TNF Turm
Der Turm als identitätsstiftendes und höchstes Gebäude am Campus soll in seinem
Erscheinungsbild weitestgehend erhalten bleiben. Im Zuge einer sanften Sanierung sollen die
Sichtbetonelemente erhalten werden. Eine zweigeschossige Öffnung im Erdgeschoß verbindet die
Achse mit dem Platz im Westen. Fassadenscreens als Sonnenschutz werden als optisch
verbindendendes Element am Turm und an der Bibliothek angebracht. Die Screens sind mit
Motiven, die an die Arbeiten von Johannes Kepler angelehnt sind, bedruckt.

Bibliothek
Die Bibliothek ist an einem zentralen Punkt am Campus gelegen und stellt als Lern- und
Aufenthaltsbereich einen neuralgischen Punkt dar.
Die Fassade wird im 1. und 2. Obergeschoss mit einer textilen Membran umspannt, um ein
einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Da selbe Material wird am Dach im 3. OG
verwendet. Die Aufstockung und Erweiterung der Bibliothek hebt sich in ihrer Gestaltung vom
bestehenden Haus formal ab.
Der allgemeine Lernbereich im Gebäude wird zum Platz hin orientiert; stilles Lernen und
Gruppenarbeitsräume sind an der Gebäuderückseite vorgesehen. In der Mitte des Lernbereiches
befindet sich ein Atrium, wodurch der Raumeindruck nach Innen ausgerichtet wird und ein
konzentriertes Studieren unterstützt. Die unterschiedliche Höhenentwicklung im Deckenbereich
unterstreicht diesen Gedanken. Im Randbereich nach außen hin wird die Raumhöhe abgesenkt,
nach Innen zum Atrium hin wird der Raum höher und öffnet sich von dort nach oben. Das Atrium
ist ein stiller Lernbereich unter freiem Himmel, mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten und
Bepflanzungen.

Sportgebäude
Das Sportgebäude befindet sich am Übergang vom halböffentlichen Platz im Süden und dem Campus. Es ist die Schnittstelle zwischen Außen und Innen. Es orientiert sich zum Platz hin und bietet vielfältige Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowohl für Studierende, Lehrende als auch für allgemeines Publikum. Am Platz davor gibt es zusätzliche urbanere Angebote wie Ballspielkäfige, Skaterbahnen, etc.
Das Gebäude ist ein ´Regal´ mit diversen Indoor-Sportangeboten: Klettern, Bouldern, Fitness, Bademöglichkeiten und Sportbecken. Im Erdgeschoß werden diverse Kinderbetreuungseinrichtungen angeboten. In der Mitte befindet sich eine Arena mit Bühne z.B. für Sommerkino oder Theaterveranstaltungen. Das Gebäude ist zweigeschossig angelegt: im Erdgeschoß durchlässig und begehbar, im Obergeschoss geschlossener.

Freiraumorganisation und –gestaltung
Den Genius loci der Johannes Keppler Universität bestimmt maßgeblich dessen landschaftliche Einbindung in einen rudimentären Landschaftspark. Diesen gilt es konsequent in Wert zu setzen, indem dessen Szenographie gestärkt, ergänzt und weiter entwickelt wird. Über die ramblaähnlich organisierte Hauptachse zwischen der Straßenbahnendstelle an der Altenberger Straße und dem Bibliotheksgebäude wird der Universitätscampus besser an die im Süden anliegenden Wohnquartiere angebunden, werden in deren Zentralzone, die eine sickerfähige mineralische Decke erhält, attraktive Aufenthaltsbereiche unter dem Kronendach der Bäume angeboten und weite Orientierung gebende Blickbeziehungen durch Auslichten der anliegenden Gehölzbestände ermöglicht.
Die Zugänglichkeit zur campuszentralen Teichfläche wird verbessert, im Norden durch Sitzstufen am Ufer wasserbezogene Aufenthaltsbereiche geschaffen und grundsätzlich von allen Seiten prominente Blickachsen zum Wasser geöffnet.
Im Süden des Campusareals vermittelt eine großzügige Sport- und Freizeitachse mit Outdoor Spiel- und Sportangeboten wie auch dem neuen Sportgebäude räumlich zwischen den Universitätseinrichtungen wie auch den bestehenden sowie im Westen neu zu errichtenden Wohnquartieren.
Die Errichtung von Sammelgarargen und die dadurch bedingte weitest gehende Verkehrsfreiheit des Campus stellt eine Grundvoraussetzung dafür dar, den Campus zum raumverbindenden öffentlichen Grün- und Freiraum mit stadtteilbezogener Bedeutung aufzuwerten.
Das fuß- und radläufige Wegenetz wird konsequent ergänzt und determiniert – gemeinsam mit den Gebäudeobjekten – das teilräumliche Muster und der Maßstab des großzügigen, wiesendominierten Grünraumkontinuums, das vielfältigen Freiraumnutzungen offen steht. Überlagert wird dieses vom Raummuster der Solitärbäume (Bestandsbäume und Neupflanzungen), die nicht nur Milieu und Charakter des Campus bestimmen, sondern auch maßgeblich zur Kleinklimamelioration im Gebäudeumfeld (Minderung von urban heat island Effekten u.a.) beitragen.

Das robuste Raumgerüst des Landschaftsparks erlaubt ein flexibles Einlagerungen unterschiedlichster Nutzungen (möblierte Aufenthalts- und Unterrichtsbereiche, Spiel- und Sporteinrichtungen, Veranstaltungs- und Ausstellungsorte usw.), wobei WIFI Hot spots, öffentliche Stromanschlüsse sowie unter anderem Trinkbrunnen den Aufenthalt und insbesondere auch das Arbeiten im Campusfreiraum fördern sollen.

Bauphasen
Bauphase 1
In einer ersten Ausbaustufe werden in erster Linie das Sportgebäude, der Vorplatz und die Zufahrt mit der eingeschossige Garage unter der Wiese errichtet. Die bestehenden Parkplätze im Westen können größtenteils erhalten bleiben. Zusätzliche Sporteinrichtungen im Westen werden je nach Bedarf erweitert.
Bauphase 2 + 3
Langfristigen soll das Gelände im Westen ausgebaut werden. Dabei wird eine eingeschossige Garage errichtet, darüber werden mehrgeschossige Gebäude, welche verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten erlauben, gebaut. Von Studentenwohnungen bis hin zu Institutsgebäuden für den Studienbetrieb soll hier in einer gemischten Nutzung vieles möglich sein.

Ort

Linz

Status

nicht realisiert

Typ
Bildung und KulturSportÖffentlicher Raum
Bauherr

Bundesimmobiliengesellschaft

Wettbewerb

3.Preis, 2016

Team

DI Ulrike Tinnacher
DI Dominik Weißenegger
Benjamin Melcher, BSc
Architekten Maurer & Partner