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WB Postareal Lech

Architekturwettbewerb "Ortskernentwicklung Postareal Lech"

Städtebauliche Lösung

Der Grundansatz ist die Schaffung zweier in ihrer städtebaulichen Präsenz unterschiedlicher Gebäudevolumen zur Wahrung der vorgefundenen Maßstäblichkeit. Durch eine neue Platzfolge und die Verbindung zwischen Dorfpromenade und der geplanten Uferpromenade soll die räumliche Struktur in Lech gestärkt werden.

Gemeindehaus und Mehrzweckgebäude
Das Gemeindehaus als  identitätsstiftende Dominante im Ensemble wird vom Lech Richtung Straßenraum abgerückt. Das Mehrzweckgebäude wird an der Uferkante des Lech positioniert und erhält einen repräsentativen Charakter in Richtung Dorfplatz. Dadurch bilden sich zwei neue Platzräume, die durch die Dorfgasse miteinander verbunden sind.

Großer Dorfplatz
Zwischen dem neuen Gebäudeensemble und dem Kirchhügel spannt sich der großzügige große Dorfplatz auf. Er ist als multifunktionaler Begegnungsraum konzipiert. Der Platz ist Dorffoyer, Festplatz aber auch Verkehrsknotenpunkt für den öffentlichen Personennahverkehr und motorisierten Individualverkehr.

Kleiner Dorfplatz
Dem Lech zugewandt und nach Südwesten orientiert bildet sich der kleine Dorfplatz.  Er ist verkehrsfrei und bietet Raum für Gastronomie und kleine Veranstaltungen.

Begegnungszone
Verkehrstechnisch wird der Straßenraum als Begegnungszone konzipiert, um die bestehenden, aus der Dominanz des Verkehrs entstehenden Defizite zu kompensieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Begegnungszone bevorzugt den Fuß- und Radverkehr, stärkt Querverbindungen und reduziert Geschwindigkeit ohne jedoch den motorisierten Individualverkehr auszuschließen. Der Transport von Personen, Waren und Gütern passiert sowohl im Erdgeschoß, als auch im 1. Untergeschoß, wird aber ebenso wie die Tiefgaragenzu- und -abfahrten an die Randzonen verlegt, um die Plätze möglichst freizuhalten. Der Standort Postareal Lech soll zukünftig zu einem zentralen Mobilitätshotspot werden, mit Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel, Taxistandplätzen und einem verstärkten Angebot für E-Mobility.

Architektonische Lösung und Materialität

Architektonische Grundintention ist es, das vorgegebene Raumprogramm möglichst dem Kontext angepasst in verträgliche Volumina zu ordnen. Die Materialwahl der Fassaden und der Dachflächen in Sichtbeton sowie die archaischen Grundformen der Kubaturen sind eine Reaktion auf den historischen und baulichen Kontext, unter anderem die Kirche. Die Dachflächen werden als fünfte Fassade interpretiert  und sollen ein homogenes Gesamtbild von oben gewährleisten wie auch das monolithische Erscheinungsbild der Baukörper stärken.

Fassade Gemeindehaus - Die Öffnung als Nische
Die in der Fassadenebene außen bündig sitzenden Fenster aus Holz mit einer inneren Leibungsverkleidung bilden tiefe Fensternischen aus, die den Blick vom Innenraum in die Landschaft lenken.

Fassade Mehrzweckgebäude - Die Öffnung als tief sitzender Rahmen
Das in der Fassadenebene innen bündig sitzende Fenster mit einer sich nach außen konisch öffnenden Leibung in Beton bildet gerahmte Landschaftsfragmente an der Sichtbetoninnenwandfläche ab.

Platzoberflächen
Die Oberflächen des großen und kleinen Dorfplatzes werden bis zum Kirchhügel monomateriell durchgezogen. Fahrbahnen werden durch den Materialwechsel der Randsteine markiert und sind als Begegnungszone schwellenlos konzipiert.
Die Uferkante entlang des Lechs wird verbreitert und als Aufenthaltszone definiert. Der Übergang von Platz und Kirchhügel wird mit einer Sitzstufenanlage gestaltet. Die neue Uferkante des Lechs und der Kirchhügel bilden so ein räumliches Gegenüber.

 

Funktionale Lösung

Das Gemeindehaus

Das neue Gemeindehaus ist die zentrale Anlaufstelle für Bevölkerung und Gäste. Die Dorfrezeption als One-Stop-Shop für den Lebensraum und die Destination Lech ist neben dem Vortragssaal und der Probebühne im Erdgeschoß positioniert und zur Platzmitte orientiert. Der Vortragssaal ist zum kleinen Dorfplatz ausgerichtet. Seine Fassade kann großzügig geöffnet werden, um Saal und Dorfplatz zu gegebenen Anlass räumlich zu vereinen.
Im 1.Obergeschoß befinden sich die Musikschule, im 2.Obergeschoß das Lech Zürs Tourismus Büro. Das Gemeindeamt mit dem Bürgermeisterbüro ist im 3. und 4. Obergeschoß beheimatet.

Das Mehrzweckgebäude
Das zweigeschoßige Foyer des multifunktionalen Bauwerks ist zur Platzmitte des großen Dorfplatzes hin orientiert. Das Restaurant schließt an das Foyer im Erdgeschoß an und öffnet sich zum Lech und dem kleinen Dorfplatz.
Die großräumigen Handelsflächen sind im nördlichen Gebäudeteil positioniert und werden von einer Geschäftspassage verbunden. Dadurch werden die Geschäftsflächen dreiseitig geöffnet und es entsteht zusätzlich ein wichtiger Durchgang zum Lech.
Der große Veranstaltungssaal befindet sich im 1.Obergeschoß und öffnet sich großzügig mit entsprechend repräsentativem Charakter zum neuen Dorfplatz. Das große Foyer öffnet sich zum kleinen Dorfplatz und bietet einen Panoramablick auf das Omeshorn.

Ort

Lech

Status

nicht realisiert

Typ
Bildung und KulturGewerbe und BüroÖffentlicher Raum
Bauherr

Gemeinde Lech

Wettbewerb

Letzte Runde, 2017

Team

DI Thomas Kain
DI Michael Leiss
Benjamin Melcher, BSc
DI Dominik Weißenegger

Abbildungen

Pläne: balloon architekten